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[NCR]DerNetteMann (Fahrer), [NCR]Godfather und ich ([NCR]Doitscher) fuhren von Asters los und holten erst mal [NCR]ChangChen und Jens H. aus Spieka ab.
Dann ab nach Bremen mit viieell Onkelz- Musik und Bier.
In Bremen angekommen sind wir bis zu einem Kreisel gekommen und haben da leider die falsche Ausfahrt genommen. Nach einem Umweg zurück waren wir wieder am Kreisel. DerNetteMann wollte Bremsen, aber da war eine riesige Pfütze auf der Fahrbahn und wir fuhren einem Frontera hinten rein. Der Frontera (zur Erinnerung: großer Wagen, eher Jeep, mit dickem Ersatzrad hintendran) hat fast gar nichts abbekommen, nur ein wenig von dem VW Lack am Ersatzrad und an der Stosstange. Der Golf vom NettenMann wurde um ca 20cm eingedrückt. Vor schreck hat Godfather sein gutes Bier (ich glaub Haake Beck) im Auto verschüttet.
Dann sind erst mal alle raus aus dem Auto. Da standen wir alle mit dem Bier in der Hand, na ja außer unser Fahrer. Die Polizei kam dann auch irgendwann und hat sich alles kurz angeschaut und gefragt ob wir auch was "eingeschmissen" hätten. Ehmmmmm.....NEIN!
Nachdem die Polizei und der Frontera weggefahren sind haben wir noch ne halbe Stunde auf den Abschlepper gewartet (Bier Pause!). Bei der Wartezeit sind immer mal wieder Onkelz- Fans vorbeigefahren und haben uns gegrüßt, man konnte uns wohl ansehen wo wir hin wollten.
Als das Auto abgeschleppt wurde, haben wir den Alkohol rausgenommen, Wegzehrung, und sind zur Stadthalle gepilgert, das waren ca 2km.
Als wir ankamen, haben wir noch eine halbe Stunde auf [NCR]LiMuBai, Niklas Thesen (LiMuBais Bruder) und Nadine (Niklas Freundin) gewartet, die vorher bei der Vereidigung von Niklas in Hamburg waren. Kurz noch einige Onkelz T-Shirts etc gekauft und dann in die Halle. Vorgruppe war Sub7ven, die ganz ok waren.
Es war die Hammer Stimmung in der Halle, als die Onkelz auftraten. Sie haben unter anderem „Gehasst/Verdammt/Vergöttert“, „Mexiko“, „Onkelz 2000“, „Ach sie suchen Streit!“, „Der Platz neben mir“, „Erinnerung“, „Wieder mal 'nen Tag verschenkt“ und „Erinnerung“ gespielt. Von dem neuen Album Dopamin haben sie „Die Firma“, „Keine Amnestie für MTV“, „Nr 1“ und „Wie kann das sein“ gespielt.
Nach dem Konzert hab ich mir noch ein Onkelz Schahl gekauft und sind mit Asters Mutter zurückgefahren.
Greetz [NCR]Doitscher
Hier noch Fotos und Bericht (found by Doitscher, keiner weiss mehr, wo):
Geburtstagskind Christos wurde in Bremen von der ganzen Halle gratuliert... Foto: E.Hartsch
hat´s bald geschafft - nur noch sechs Shows Russell, gib´alles... Foto: E.Hartsch
"Ich scheiss auf MTV und auf die anderen Sender auch..." Foto: E.Hartsch
Konzentration Foto: E.Hartsch
Begeisterung Foto: E.Hartsch
Buddhistpunk Foto: E.Hartsch
Yeah Baby, genau... Foto: E.Hartsch
Blickkontakt mit Luzi... Foto: E.Hartsch
Gonzo beim Joggen Foto: E.Hartsch
Silikon. Wetten? Foto: E.Hartsch
Ah, Bremen. Eine sehr sympathische Stadt. Meine Geburtsstadt. Ich kriege am Konzertmorgen einen kleinen Nostalgieflash und fahre mit meinem Sharan durch die City, in den Buntentorsteinweg und in eine kleine Seitenstrasse, in der ich unzählige Wochenenden meiner Kindheit im Hause meiner Oma verbracht habe. Beim Einbiegen in die Strasse, muss ich mit Entsetzen feststellen, dass sie eingelaufen ist. Nicht nur sind die Häuser kleiner und gedrungener, auch die Strasse ist enger und kürzer. Alles, was mir damals endlos, weit und gross vorkam, ist auf Zwergengrösse zusammengeschrumpft. Sehr merkwürdige Sache, diese Wahrnehmung im Kindesalter.
Noch kurz an dem Laden vorbeigefahren, in dem mir meine Oma mein erstes Rennrad gekauft hat (ich war 11) und dann ab in Richtung Bahnhof und zur Bremer Stadthalle. Was soll ich erzählen? Ihr kennt ja das Procedere. Hunderte stehen vor dem Einlass und schiessen sich mit mitgebrachtem Dosenbier ab, währenddessen sie die ersten Strophen von „Mexico“ oder „Wir ham´ noch lange nicht genug“ singen. Das Singen vor der Halle ist ja über die Jahre zu einem Ritual geworden. Nur muss ich sagen, in diesem Punkt waren die Bremer ein wenig enttäuschend. Die Hannoveraner und die Kieler waren auf alle Fälle textsicherer und singfreudiger. Hier muss Bremen noch zulegen und überhaupt könnten die Bremer auch ruhig mal die dritte oder vierte Strophe lernen.
Der „Wir e.V.“ von der Ausländerbehörde Bremen steht mit einem Infomobil vor der Halle, neben dem B.O.S.C. Bus und hat auch gleich eine potente Anlage mitgebracht aus der volle Pulle Onkelzmusik dröhnt. Fragebögen und Infoblätter zum Thema Onkelz werden verteilt und die Fans zeigen sich sehr interessiert und auskunfstfreudig. Coole Sache. Desweiteren erfahre ich von Hans-Georg Schlodtmann, dem Mitarbeiter von Dr. Dagmar Lill, der Ausländerbeauftragten des Landes Bremen, dass mittlerweile der komplette Erlös des Benefizgigs vom März 2001 an die Opfer rechter Gewalt ausbezahlt wurde. Endlich! Das war eine schwere Geburt und von wegen „auf unbürokratischem Wege“. Aber die Hürden, die uns der deutsche Staat hier in den Weg gelegt hat, waren vorher nicht zu ahnen. Mehr zu diesem Thema in Kürze auf dieser Page unter „Aktivitäten“ >> „Bremen – Benefiz“.
Die Onkelz kommen gegen 19:45 Uhr an der Halle an und ziehen sich gleich in ihre Garderobe zurück. Laune gut, Halle voll, im Prinzip kann´s losgehen. Aber erst muss ich mir mit Gonzo noch ein kleines Ping Pong Duell liefern, was ich kläglich verliere. Die Euphorie der Bremer erreicht mit Auftritt der Onkelz wieder den Pegelhöchststand. Wie immer eigentlich bei den Hanseaten. Mir fällt auf, dass das Publikum heute ziemlich bunt gemischt und sehr jung ist. Was ja nicht schlecht sein muss. Natürlich gibt es auch wieder einige Patienten, die gleich nach Beginn der Show schon wieder gehen müssen. Die sollten sich einmal angewöhnen, gar nicht erst mit der Security zu diskutieren. Widerworte kommen bei den Jungs im Graben gar nicht gut an. Gerade vorgestern in Hannover gab´s wieder blutige Nasen, nachdem sich Thomas D., der Grabenchef bei einem Einsatz das Sprunggelenk gebrochen hatte. Ich stand 3m daneben und kann Euch sagen, das sah nicht gut aus, wie der Fuss so im 90° Winkel und mit offenem Bruch vom Bein wegstand. Notarzt, Intensivstation und jede Menge Morphium. Dumme Sache.
Aber zurück zum Bremen-Gig. Die Onkelz und die Bremer Stadthalle, das hat ja schon Tradition. Seit dem Festival „Mensch – Rock gegen rechts“ im Oktober ´93, haben die Onkelz nun schon zum 7ten mal diese Halle ausverkauft und wenn man Stephans Worten „wir kommen immer wieder gerne hierher“ glauben darf, dann war das nicht das letzte Konzert. Ich sag ja, symphatische Stadt.
Edmund Hartsch
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