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Datum: 29.05.2003
Ereignis: Christi Himmelfahrt -> Anti-Vatertagstour
Bericht von [NCR]Specialist vom 20.06.03
Fotos von [NCR]Specialist

Wiedereinmal war es soweit: Der am heißesten erwartete Donnerstag im Jahr: Christi Himmelfahrt, oder anders: Vatertag.
Wie es Tradition ist (ich denke, das kann man inzwischen so sagen), findet an diesem Tag auch in diesem Jahr die übliche Fahrradtour statt. Die Teilnehmer sind mit wenigen Ausnahmen der NCR-Clan sowie ein paar gute Freunde der Members.
Für diese Tour gibt es mehrere Stationen, an denen man sich trifft. Aus meiner Sicht ist der erste Punkt, der angesteuert wird bei "Astas", wo ich mich mit Törnchen und Godfather treffe. Ich bin gut in der Zeit dieses Jahr denke ich, bevor meine Mutter mir uuuunbedingt noch einen Fahrradkorb und eine Kühltasche andrehen will. Im späteren Verlauf dieser Tour werde ich ihr dafür dankbar sein :)
Nun also los. Bei Asters angekommen stelle ich fest, das Torner ebenfalls grade angekommen ist und sogar Godfather schon seit 5 Minuten wach ist. Also ist erstmal warten angesagt. Aber diese paar Minuten schocken uns noch nicht, schließlich sind wir ganz anderes gewohnt, so wie letztes Jahr, als er sich spontan noch ein neues Fahrrad organ musste, da seins ein ireparablen Platten hatte.
Bald konnte es jedoch losgehen, die Rucksäcke sind gefüllt mit allem, was man so zum überleben braucht (Alk). Nach nur wenigen Metern kommt Lanti (Godfather) der Gedanke, dass eine Badehose ja ganz praktisch wäre, nachdem letztes Jahr Baden in Unterhose angesagt war. Also nochmals kehrt. Da bei Thesens bereits auf uns gewartet wird, fährt Törnchen schonmal weiter und sammelt unterwegs noch Doitscher auf. Ich hingegen warte inzwischen drauf, dass Godfather endlich wiederkommt. Daaaaa kommt er endlich um die Ecke, aber es scheint Probleme zu geben, NOOOIIN !! Es ist die Satteltasche, die nicht halten will, einer der Gurte ist gerissen, Mist, erster Frust für heute, es konnte auch einfach nicht so gut verlaufen. Nach einer McGyver-mäßigen Reparatur-Aktion kann es endlich weitergehen. Der Frust ist aufgrund des guten Wetters schnell vergessen, zügig kommen wir bei Thesens an, wo der Rest der Meute bereits wartet, die obligatorische Flasche Korn bereits fast leer.
Hier gibt es das nächste Problem, ein NCR-Typisches: beide Thesens haben kein funktionsfähiges Fahrrad, schon seit längerem werden verschiedene Fahrräder vereint, um zwei fahrtüchtige Untersätze zu erhalten. McGyver persönlich hätte es nicht besser machen können: Der Panikmacher hat die Tour gerettet, so dass die Tour nun beginnen kann.
Wir kommen ca. 800m weit (tolle Leistung !), bevor zum nächsten Stop gerufen wird. Der nächste Streckenabschnitt ist schon etwas länger, wir steigern uns und schaffen es bis Ortsgrenze Spieka zu Andy, wo wir den Jochen (das ist der, der beim Osterfeuer die Toasts hat anbrennen lassen) aufsammeln. Jochen scheint einigen nicht ganz geheuer, so bleiben sie in der Auffahrt oder gar an der Straße stehen, um sich Mut anzutrinken. Manch einer greift da zu alten Hausmitteln, die die Angst verschwinden lassen sollen: Man nimmt einen Tampon (am besten benutzt), läßt ihn mit einer nach Bedarf angesetzten Mischung vollsaugen und lutscht ihn aus (Stufe 1 und Stufe 2). Danach ging es schon besser, vieeel besser.
Nun fehlten eigentlich nur noch Sensas und Piefke. Piefke hatte jedoch keine Zeit, und bei Sensas war irgendwie auch keiner zu Hause. Also fuhren wir weiter. Kurz darauf kam auf einmal ein Jägermeister-Golf an, drinne saßen Sensas nebst besserer Hälfte. Er wollte noch schnell den geliehenen Wagen wegbringen und dann mit dem Rad nachkommen, also warteten wir auf ihn. Und wir warteten, und warteten, und >upppppsss< warteten halt, bis wir nach einer kleinen Diskusion doch weitergefahren sind.
Nun sind wir fast an der Stelle, an der T.Thesen letztes Jahr seinen genialen Stunt hingelegt hat (er hat so getan (ROFL) also ob er leicht angetrunken wäre und ist stumpf auf grader Strecke gegen einen Begrenzungspfeiler auf der LINKEN Seite gefahren), und bei dem Gedanken waren wir schon am überlegen, wer sich wohl dieses Jahr als erster hinpackt. Und ZACK, war es auch schon so weit. And the winner iiiiiiiis: Dri !! Tja, und da Schadenfreude die schönste ist ... Naja, alle herzlich gelacht, weiter gings. Aber nicht allzuweit, anscheinend hatte der leichte Sturz Dri ein wenig aus dem Konzept gebracht, auf jeden Fall machen wir für ihn kurz darauf noch eine kleine Pause ;)
Nach soviel Spaß war natürlich auch mal wieder Zeit für eine offizielle Pause, denn die Blase hielt das gelache nicht mehr aus, vor allem nicht, wenn man solche Witzfiguren dabei hatte :D
Jedoch waren wir noch lange nicht am Ziel, und so hieß es wieder "aufsitzen". Die Temparaturen kletteren indess, der Alkoholpegel auch, wie man anhand der zunehmenden Fahrunsicherheiten feststellen konnte, was jedoch auch einen anstieg der Laune mit sich brachte. So wurde spontan eine kleine "Schlacht" mit frisch gemähtem Gras (was man am Straßen rand fand) eingelegt. Wie bei jeder Schlacht gab es Gewinner und Verlierer (in diesem Fall Olki, denn eine Flasche Wasser (zum Glück nur das, Torner fürchtete um den Alk !!) ist dabei zu Bruch gegangen). Zur Beruhigung brauchte Torner erstmal ein Bier, welches er mit Otti zusammen anstach (Spuren der Schlacht auf der Straße klar zu erkennen).
Gegen 13:30 endlich am Ziel (dem Dorumer Tief) angekommen, suchten wir uns erstmal ein angenehmes Plätzchen am Deich, wo wir uns von den Strapazen der Tour (naja, der Hinfahrt) erholen wollten. Es wurde viel gelacht, gegessen, natürlich getrunken, mit Majo rumgeschmiert (worauf die eine oder andere Bierdusche folgte), ... kurz: wir hatten unseren Spaß. Zwischenzeitig kühlte man sich bei Bedarf im Nass des Wellenbades ab.
Es war etwa 15:30, als wir den Antritt des Rückweges beschlossen. Die Sachen wurden gepackt, der Müll in die Mülltonne gebracht (wie es sich für einen anständigen Bürger gehört, muahaha) und wieder auf den Drahtesel geschwungen. Nach soviel Pause schafften wir es natürlich nicht so weit, der eine oder andere bereute bereits, dass er sich nicht im Wellenbad abgekühlt hat und so kam es zu einem Stop an einem Angelteich, und bevor man sich versah, gab es eine riesige Flutwelle, die uns fast mitgenommen hatte, denn Torner hatte sich ehe man sich versah in die Fluten gestürzt. Kurz darauf folgten auch Dri, LiMuBai aka Tobi Thesen und Otti (ob freiwillig oder auch nicht so ganz weiß keiner mehr so genau :P).
Nach dieser Erfrischung konnte es dann frohen Mutes weitergehen ... dachte man zumindest. Denn plötzlich wurde ein weiterer Tümpel gesichtet, und wie die Mücken zum Licht stürmte man einer weiteren Erfrischung entgegen. Das Wasser schien jedoch nicht mehr ganz frisch, dies schien auch Törnchen zu merken, das verriet sein kritscher Blick, da war es jedoch bereits zu spät, und ohne einen weiteren Gedanken zu verschwenden folgte das Rudel dem Leitwolf. Dieses Bad in der Kloake war natürlich nicht grade aufbauend, und so wurde zum "Spinat" des NCR gegriffen: Ahoi Brausepulver + Korn !! Das bringt selbst einen Torner nach so einer Tortour wieder auf die Beine. Die aufbauende Wirkung war sofort zu erkennen und abermals setzten wir unseren Trip fort. Torner hatte inzwischen ein wenig zuviel intus, so dass er zwischenzeitig anfing, Otti die Klamotten vom Leib zu reissen, er fing mit der Hose an. Dies misfiel Otti jedoch, Torner bot ihm als Versöhnung an, auch seine Hose zu zerreissen ... so kam es dann auch, der Frieden war wieder hergestellt.
Die nächste Zwischenstation war "Riehl's Garten", ein gemütlicher Biergarten, wo am "Vatertag" immer gut was los ist (wie zum Beispiel als wir ankamen und live "Amazing Grace" gesungen wurde, hammer :D). So setzte man sich (oder legte sich) und trank ein schönes kühles Bierchen in netter Atmosphäre. Von Vorteil war dabei vorallem der von den umgebenden Bäumen gespendete Schatten, der der bereits total verbrannten Haut ein wenig Pause gönnte. Der Aufbruch nach einer halben Stunde fiel nicht so schwer, denn die meisten in Riehls Garten passten nicht zu unserem bereits erarbeiteten Alkoholpegel. Die nächsten Meter waren dennoch schwer zu bewältigen, die Beine wurden schwerer, der Kopf auch, und so fand man unsere beiden älten Säcke auf einer Bank an der Straße wieder, wo sie sich schonmal auf ihren Ruhestand in 94 Jahren vorbereiten wollten schien. Spontan machten dort einige von uns Rast, während der Rest weiterfuhr. Die letzten Reserven kamen nun zum Einsatz, der Schwund an Bechern nötigte einige von uns zum Äußeren. Obgleich wir auch den ganzen Abend in diesem idylischen Vorgarten hätten bleiben können (gut, dass keiner zu Hause war), haben wir uns dazu gezwungen, weiterzufahren. Naja, wir haben es versucht, denn sowohl Torner also auch Adrian begannen zu schwächeln und es wurde versucht, mit reizendem Bein per Anhalter weiterzukommen. Da dies natürlich nichts werden konnte, versuchte es Torner bei dem anliegenden Haus, wo er jedoch auch ohne erfolg wieder abziehen musste. Gefrustet sollte es nun weitergehen, bis wir wieder einmal standen. Diesmal kamm ein ahnungsloser Radfahrer auf uns zu, von dem Torner spontan die bislang leicht vernachlässigte Deichmaut kassieren wollte. Zu unserer Überraschung war es Herr Holst, der Vater von dem Halbbruder von der Freund von der Schwester von Doitscher ... oder so, die genauen Familienverhältnisse sind bis heute ungeklärt (ein Fall für die X-Akten). Mit Dri ging es in der Zeit rapide bergab, keiner weiß warum (muss die Wärme gewesen sein, nicht anders zu erklären !). Glück für uns dass wir grad vor Jens Haus standen, und so haben Torner, Otti und Jens ihn nach Hause gebracht. Weitere Details dazu werden hier nicht preisgegeben, es muss ja nicht jeder wissen, dass Torner und Otti sich den Unmut der Eltern über diese Aktion anhören mussten ;). In der Zeit saßen Doitscher, Godfather und ich (die letzten Übriggebliebenen) auf einem Stromhäuschen in Spieka und warteten auf die Rückkehr der beiden. Der Tag klang hier so langsam aus und wir ließen uns noch die weiteren Geschehnisse der beiden Retter berichten. Achja, erwähnenswert ist noch die fast lebensgefährliche Verletzung, die Otti sich bei dem Versuch auf das Häuschen zu kommen, am Zeh zugezogen hatte.

Fazit: Die Tour war ein voller Erfolg, fast alle waren dabei, wir hatten viel Spaß. So warten wir nun optimistisch auf das nächste Jahr !

So far
[NCR]Specialist