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Datum: 20.05.2004
Ereignis: AntiVa 2004
Bericht von [NCR]Toernchen

Tja, dieses Mal war leider ein großer Teil der Member aufgrund der eines kirchlichen Grossereignisses verhindert.
Treffen war wie immer 10 Uhr bei Thesens. Einigermaßen pünktlich fanden sich auch die angesagten Teilnehmer: Niklas, Lesche, Otti, Adrian, Adolf und ich, ein. Kam gleich die erste Frage auf, wo ist Tobi? Ich meine, es ist ja allgemein bekannt, dass die, die kürzeste Anreise haben zu spät kommen, aber das war ein Witz, mit gigantischen 0 Metern Strecke die er zurückzulegen hatte eine halbe Stunde Verspätung zu haben ist dann aber doch schon eine aussergeöhnliche Leistung.
Wie dem auch sei, wir hatten schon begonnen die traditionelle Flasche Korn zu leeren, als Mr.Antizeit endlich eintraf. In der Zwischenzeit hatte Niklas sein Fahrrad auf Vordermann gebracht. Wunderbar, es schien diesmal keine Probleme mit den Rädern zu geben (was sich im Nachhinein als sehr optimistische Aussage festhalten lässt). Tobi, welcher mit der Lenkerhöher seines "Omafahrrades" , dass er sich von seiner Freundin ausgeliehen hatte, leicht unzufrieden war, wollte nur noch ebend schnell den Lenker höher stellen. Da der kleiner Bursche nur dermaßen ungeschickt ist, rutsche ihn das Kontergewinde in den Fahrradrahmen. Toll, nach weiteren 20 Minuten konnte es dann endlich losgehen.
Erster Stop war dann wie immer der "Willi-Wicke" Sportplatz an dem wir uns über Leschkes Selbstangesetzten hermachten. Starker Toback. Nächster Stop war dann bei Kremsers, wo Andi und Jochen dazustießen. Zwischdurch wurde wie immer eine sicherlich nicht sehr gesundheitsfördernde Menge an alkoholischen Getränken verkonsumiert. Dann ging es weiter zu Habekost, der dieses Jahr unbedingt wieder dabei sein wollte. Als wir auf das Haus zusteuerten sah alles sehr "ruhig" aus. Wir witzelten, dass er bestimmt noch im Bett läge. Als wir klingelten und nach 2 Minuten ein verschlafener Habekost die Tür öffnete, bestätigte sich dieser Verdacht. Egal, wir konnten dem Dauertrinken kurz entsagen um hinter seinem Carport unsere stark gefüllten Blasen zu entleeren. Es ging dann weiter Richtung Piefke. Jenerwelcher lag leider mit einer Grippe im Bett und konnte nicht an der Tour teilnehmen. Schade, aber wir schlugen dann den alten Kurs wieder ein. Nach ca 500 Metern musste Otti dann, der es versäumte hatte das Wachstum des Carports zu fördern, ganz dringen schiffen. Es bot sich ein orpulentes Überangebot von Büschen und Stäuchern. Otti aber, der von Grund auf faul ist war nicht bereit ca. 4,69 Meter bis zum nächsten Gestrüpp zurückzulegen, nein, ganz nach dem Motto, "Hier gehe ich, hier pisse ich! " , pinkelte er dahin wo er stand. Auf der Strasse. Die entgegenkommenden Auto- und Radfahrer konnten sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Nach 8 Minuten konnte es endlich weitergehen. Kurz danach näherten wir uns der ersten magischen Marke, kurz vor "Riehl´s Garten" , wo Adrian letztes Jahr als erster gestürzt ist. Es folgte die zweite magische Marke, knapp vor "Riehl´s Garten" , wo Tobi vor zwei Jahren als erster gestürzt war. Es bante sich also ein neuer Rekord an. Als wir dann endlich "Riehl´s Garten" waren, wussten wir, es ist geschafft, ein neuer Rekord!!! Besoffen vor Freude ging es dann zum nächsten Haltepunkt, "Auffahrt zum alten Deich" . Dieses wurde dann genutzt um Mischungen nachzufüllen, Fotos zu schießen und Deichmaut zu nehmen. Kurz danach passierte es dann, Leschke fuhr/kippte in den Graben. Das Gelächter an dieser Stelle war unbeschreiblich.Es ging weiter. Wir kamen zu der Stelle, an der Otti und ich letzte Jahr Dosenstehen (schnieff) gespielt haben (siehe History "Antiva 2003") . Das Gras war wieder gemäht, was uns alle spontan zu einer Grasschlacht verleitete. Leider riss dort zum leidwesen aller Adolfs Fahrradkette, ärgerlich. Jochen kannte ein Glück einen Anwohner, der Werkzeug zur Verfügung stellte, um die Kette zu reparieren. Währenddessen leerten Tobi, Otti, Adrian, die Habe und ich 2 Flaschen Schokotraum und tranken "Ahoi Brausepulver" mit Korn. Adolf war dann auch irgendwann soweit, wir kamen ca. 500 Meter, als seine Kette erneut riss, sehr ärgerlich. Völlig frustiert feuerte er die Kette auf die nächste Weide. Wir kamen natürlich nicht mehr so schnell voran, was der guten Stimmung keinen Abbruch tat. Als wir endlich Dorum-Neufeld erreichten, stieß auch Schlembeck zu uns. Dann folgte das üblich Ritual, fressen, pinkeln etc. Tobi kam dann auf eine Superidee. Wir machen mal wieder was völlig verrücktes. Wir springen ins Hafenbecken. Gesagt getan, schmiss sich ein Grossteil unserer Gruppe in die Gülle. Dieses wurde von dem Kreischen einiger fasssungsloser Mitmenschen unterstützt. Wir mussten dann aber irgendwie wieder einigermaßen sauber werden. Ergo die Räder gesattelt und ins "Dorumer Tief" geradelt. Otti musste allerdings ein anderes Fahrrad leihen, da bei seinem Drahtesel das hintere Ritzel abgerissen war, aufgrund von Unmengen Gras die dort alles blockiert haben. Nach ausgibigen rutschen und plantschen, ging es dann zurück zum Basislager auf dem Deich, wo die anderen auf uns warteten. Leider erlitt an dieser Stelle ein massiver Bruch der Tour. Da Adrian Diabetiker ist und Bewegung + Alkohol unterschätzt hatte, ging bei ihm gar nichts mehr. Niklas ist dann dankenswerter Weise schnell zum DRK HQ geeilt und hat Hilfe geholt. Den Helfern blieb dann aber auch nur die Option den Rettungswagen zu rufen. Gleichzeitig trafen auch Adrians Eltern und Nadine (Freundin von Niklas ein). Ausserdem blieben die mit einem Rettungswagen verbundenen Gaffer nicht aus, die aus der zweiten Reihe eher schlechte Tipps zuriefen.Adrian wurde ins Krankenhaus gebracht, aus dem er ein Glück noch am selben Tag wieder entlassen werden konnte. Adolf + defektes Fahrrad wurde von Nadine, und Ottis Fahrrad von Adrians Eltern mitgenommen. Somit ist Otti mit Adrians Fahrrad weitergefahren. Niklas, die Kremsers und Schlembeck hatten dann auch keine Lust mehr und fuhren nach Hause. Tobi, Leschke und Habekost wollten auch nicht mehr so lange machen und unsere Wege trennten sich. Otti und ich fuhren dann nach Wremen um ein paar Freunde zu besuchen. Der Weg dorthin erwies sich aus meiner Sicht allerdings als Tortour, da Otti sehr stark alkoholisiert war und mich im Minutentakt fragte ob ich auf ihn aufpassen würde. Endlich angekommen tranken wir noch ein wenig und übernachteten in Wremen. Leider hat diese Tour ein solch unwürdiges Ende genommen, aber es gibt wichtigeres im Leben als nur Spass zu haben, viel wichtiger ist, dass am Ende des Tages alle gesund und munter waren. Wir feiern eh oft genug und bis zu einem gewissen Punkt war es die beste Tour ever. Nächstes Jahr werden wir sicherlich mit frischen Kräften wieder angreifen und wie immer eine Menge Spass haben.

Toernchen

P.S. Es wurden geile Fotos von Jochen gemacht, Leschke im Graben, wir im Hafenbecken etc. , aber leider hat die Speicherkarte der Digicam einen Defekt erlitten und alle Fotos sind nicht mehr wiederherzustellen.